Integrierte Geschäftsplanung

Die Fähigkeit frühzeitig auf sich verändernde Trends reagieren zu können ist essentiell für eine nachhaltige Ausrichtung der Wertschöpfungskette.

Herausforderung

In einer sich dynamisch verändernden Welt müssen Anpassungsbedarfe rasch identifiziert und durch Integrierte Geschäftsplanung umgesetzt werden

In einer sich immer dynamischer verändernden Welt stehen Organisationen vor der Herausforderung, Anpassungsbedarfe rasch zu identifizieren und durch integrierte Planungsprozesse umzusetzen. Die Fähigkeit frühzeitig auf sich verändernde Trends und Umfeldbedingungen reagieren zu können ist essentiell, um die Wertschöpfungskette von der Produktinnovation über die Beschaffung, Produktion und Distribution entsprechend ausrichten zu können. Hierbei spielen verschiedene Einflussfaktoren eine Rolle, wie beispielsweise Kundennachfrage und -bedürfnisse, Nachhaltigkeitsaspekte, Wettbewerbsaktivitäten, Liefer- und Produktionskapazitäten.

Lösung

Integrierte Geschäftsplanung (Integrated Business Planning – IBP) vereint strategische Planung, Finanzwesen, Produktentwicklung, Supply Chain Management, Marketing und Vertrieb in einem einheitlich ausgerichteten Planungsmodell, um proaktive Geschäftsentscheidungen und Verbesserungsmaßnahmen treffen zu können. IBP harmonisiert die wirtschaftlichen und operativen Prozesse mit den Kundenbedarfen, und ermöglicht es Organisationen optimal und funktionsübergreifend zu kollaborieren. IBP integriert die Volumensplanung (Sales & Operations Planning – S&OP) mit der Finanzplanung (Financial Planning & Analysis – FPA), um die operativen Parameter mittels finanzieller Parameter planen und überwachen zu können. 

Integrierte Geschäftsplanung vereint funktionsübergreifende Interessen

Vorteile von IBP sind insbesondere verbesserte Service Levels, Umsatzsteigerung, Kosten– und Working Capital Reduzierung sowie verbesserte finanzielle Planbarkeit (Return on Equity – ROE). Neben diesen eher quantitativ-ökonomischen Vorteilen bietet IBP auch ökosoziale Vorteile, durch eine systematische und funktionsübergreifende Verankerung von Nachhaltigkeitszielen in der Organisation. So kann beispielsweise die Umwelt geschont werden, indem Produkte nur in der Menge produziert, in der sie auch nachgefragt werden. Diese Abschätzung ist insbesondere bei Produktneueinführungen eine große Herausforderung.

Vorgehen

SustainNet Consulting unterstützt Unternehmen dabei, funktionsübergreifende Zielkonflikte zu lösen, und die Ausrichtung der Wertschöpfungskette integriert zu planen.

Ist-Analyse & Ableitung Maßnahmen

Zunächst gilt es, die aktuellen Planungsprozesse, die Planungsorganisation und potenzielle Zielkonflikte zu verstehen sowie Planungsabweichungen und entsprechende Kennzahlen zu analysieren. Hierbei ist eine ganzheitliche Betrachtung wichtig, und das Gespräch mit den verschiedenen Funktionen und ggf. externen Interessensgruppen. Ziel ist es, aktuelle Probleme und Lücken zu identifizieren, und entsprechende Verbesserungsmöglichkeiten und konkrete Maßnahmen und Zielgrößen abzuleiten. Dies gilt nicht nur für ökonomische Aspekte, sondern auch für ökologische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit. Wichtig ist in diesem Schritt zudem, das Commitment der Beteiligten einzuholen, und ein übergreifendes Verständnis zu schaffen für die anstehenden Veränderungen.

IBP Konzeption / Design

Die im ersten Schritt identifizierten Maßnahmen und Ziele gilt es anschließend durch ein funktionsübergreifendes Projektteam in ein verbessertes Betriebsmodell zu überführen. Diese Phase umfasst das Design der zukünftigen Prozesse und Verantwortlichkeiten, Organisations-/ Governance-Strukturen, der (technologischen) Infrastruktur und der Leistungskennzahlen (KPIs). Beim Design all dieser Elemente sollten dabei nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und soziale Aspekte, also alle Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. 
Das klassische IBP Konzept sieht üblicherweise eine Reihe von Meetings vor, welche zu einer verbesserten Abstimmung der Bedarfsplanung (Demand Planning ) und Belieferungsplanung (Supply Plannning) zusammen mit der Finanzplanung führen soll. Hier ist entscheidend, die Organisation nicht mit einer Fülle von Terminen mit einer Vielzahl von Beteiligten unter Berücksichtigung zahlreicher KPIs zu frustrieren. Es gilt das richtige Maß beizubehalten, und nur die wirklich notwendigen Meetings strukturiert vorzugeben, unter Beteiligung von ausgewählten Vertretern der verschiedenen Funktionen und unter Auswahl selektierter KPIs.

Implementierung & Lessons Learnt

Diese Phase hat das Ziel, das neue Konzept integrierter Geschäftsplanung in der Organisation zu verankern und zu realisieren. Hier ist es wichtig, die verschiedenen Funktionen und Beteiligten bereits frühzeitig in den Veränderungsprozess eingebunden zu haben, und sie nun im Rahmen von Trainings mit den neuen Prozessen, Strukturen und ggf. Systemen vertraut zu machen. Entscheidend ist auch, dass die formulierten KPIs und entsprechenden Ziele in den Zielvereinbarungen der Beteiligten adäquat berücksichtig werden.
Es bietet sich an, zunächst drei Testzyklen zu durchlaufen, in welchen das neue Planungskonzept von den Beteiligten bewertet wird, Anpassungen vorgenommen und Auswirkungen auf die KPIs und Zielgrößen analysiert werden, bevor ein Übergang in das Tagesgeschäft erfolgt.